Verpackung und Nachhaltigkeit

papier
Materialfraktion

Papier-Pappe-Karton (PPK)

Art und Umfang der Anwendung des Materials

  • Etwa 43 Prozent der Papierproduktion in Deutschland gehen in Verpackungen.
  • Das Aufkommen an PPK-Verpackungen gemäß VerpackV (Wellpappe, Faltschachteln, Vollpappe-Kartonagen, Hülsen, Papiersäcke, Tüten, Beutel) lag 2009 bei 6,4 Mio. Tonnen (Quelle: GVM).

Materialeinsatz bei der Herstellung

  • PPK basiert auf erneuerbaren Rohstoffen, entweder als Primärfaser aus nachwachsendem Holz (sog. Bruch- oder Durchforstungsholz) oder als Sekundärfaser aus wiederverwertetem Altpapier.
  • Nach einer 2007 erstmals durchgeführten Umfrage des Verbandes Deutscher Papierfabriken (VDP) konnten die befragten Unternehmen für 100 Prozent des eingesetzten Holzes eindeutige Herkunftsnachweise vorlegen, wonach die Rohstoffe aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen. Zertifizierungssysteme wie PEFC oder FSC belegen dies.
  • PPK-Verpackungen werden bis zu 100 Prozent aus Altpapier hergestellt.

Erfassung / Sortierung / Recyclingfähigkeit

  • Das Altpapier-Recycling in Deutschland basiert auf einem flächendeckenden und qualitativ hochwertigen System der Getrennterfassung von Altpapier, in vielen Regionen auf einem effizienten Holsystem. Eine saubere Trennung durch den Verbraucher sichert eine hohe Qualität des Papierrecyclings.
  • Am Ende ihres Lebensweges werden PPK-Verpackungen einer stofflichen Wiederverwertung (Altpapier-Recycling) zugeführt.
  • Das Altpapier-Recycling ist ein nahezu geschlossener Materialkreislauf. Aus Verpackungs-Altpapier kann wiederum PPK für Verpackungszwecke hergestellt werden. Für
  • Lebensmittelkontaktpapiere sind dabei besondere Anforderungen zu erfüllen. Eine Papierfaser ist sieben- bis achtmal recycelbar.
  • Altpapier ist ein wertvoller und international gehandelter Sekundärrohstoff mit einem deutlich positiven Marktwert.

Entwicklung / Hintergrund / Ausblick

  • Neu entwickelte Oberflächenversiegelungen und Ausrüstungen halten Feuchtigkeit, Gerüche und andere störende Einflüsse vom Produkt fern.
  • Ausrüstungen mit Mikrochips und elektronischen Schaltungen, z. B. für die sichere Medikamenteneinnahme.
  • Der spezifische Energieverbrauch pro Tonne Papier konnte in den letzten 10 Jahren europaweit um über 16 Prozent reduziert werden.
  • 53 Prozent der von der Papierindustrie in Europa eingesetzten Primärenergie stammen aus regenerativen Quellen, z. B. Biomasse.

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