Verpackung und Nachhaltigkeit

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Verpackung

Studie prognostiziert Anstieg der Systemkosten bei neuen kommunalen Sammelvorgaben

Die Studie „Auswirkungen der geplanten Erhöhung der Recyclingquoten im Entwurf des VerpackG auf die LVP-Systemkosten“ wurde im Auftrag des Grünen Punktes von A.T. Kearney durchgeführt.

Basis der Studie ist die vorgesehene Erhöhung der werkstofflichen Recyclingquote von auf 63% der von dualen Systemen lizenzierten Kunststoffe (Entwurf VerpackG vom 10.08.16).

Mit Blick auf das Jahr 2020 wurden drei Szenarien entwickelt:

  1. Ohne VerpackG: Systembetrieb tendenziell kostenneutral
  2. Mit VerpackG, aber ohne Änderungen der Sammlungsvariablen: Systembetrieb tendenziell kostenneutral bei möglichem Rückgang der systemweiten Verwertungskosten
  3. Mit VerpackG sowie veränderten Vorgaben der Kommunen zur Sammlung: Erhöhung der Gesamtkosten um bis zu 107 Mio. €

In Szenario 3 ändern sich folgende Parameter:

  • Erfassungskosten: Mögliche Steigerung bis zu 11% (43 Mio. €) bedingt durch neue kommunale Steuerungsmöglichkeit
  • Sortieranlagen:
    • Notwendige Investitionen in den nächsten drei Jahren könnten bis zu 50 Mio. € betragen
    • Mögliche Erhöhung der Betriebskosten ca. 18-29 Mio. € / Jahr
    • Denkbarer Produktivitätsgewinn bis zu ca. 3 Mio. €
  • Verwertung: Benötigte Verwertungskapazitäten plus 90 bis 100 %. Die Kapazitäten seien jedoch bereits größtenteils im Markt verfügbar, so die Autoren der Studie. Zur Nutzung müssten jedoch importierte Mengen verdrängt werden.

Die Kurzfassung der Studie finden Sie hier

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